Was versteht man unter einer Reduktionsdiät?

Was ist eine Reduktionsdiät?

Reduktionsdiät (auch Reduktionskost, Abmagerungskost, Entfettungskur, Niedrig-Kalorie-Diät genannt) ist eine Ernährungsform zur Gewichtsreduktion, bei der eine energiereduzierte Kost im Vordergrund steht. In der Regel werden im Rahmen der Reduktionsdiät statt der typischen 2000 Kilokalorien zwischen 800 und 1500 Kilokalorien am Tag verspeist. Somit ist der zugeführte Energiegehalt nicht bedarfsdeckend, also hypokalorisch.

Was sollte man bei einer Reduktionsdiät beachten?

Eine Reduktionsdiät sollte so konzipiert sein, dass alle essenziellen Nährstoffe gedeckt und eine ausreichende Sättigung gewährleistet ist. Hilfreiche Hinweise:

- Mischkost ist bei einer Reduktionsdiät angeraten.-Eine Reduktion auf 1200 bis 1500 Kilokalorien pro Tag reicht in der Regel aus, um eine gute Gewichtsreduzierung zu erreichen.
- Die Bedarfsdeckung mit bestimmten Nährstoffen (Elektrolyte, Eiweiß, Spurenelemente und Vitamine) wird ab einer Reduktion auf 1000 Kilokalorien und weniger schwierig.
- Die ideale Energiezufuhr sollte zu 50 bis 55 Prozent aus Kohlenhydraten, zu 25 bis 30 Prozent aus Fett (davon mindestens 4,5 g Linolsäure) und zu 15 bis 20 Prozent aus Eiweiß (mindestens 50 g pro Tag biologisch hochwertiges Protein) bestehen.
- Kaloriendichte Lebensmittel beschränken.
- Ballaststoff- und wasserreiche Lebensmittel bevorzugen.
- Mindestens zwei, besser noch drei Liter energiearme Flüssigkeiten pro Tag trinken.

Welche Reduktionsdiäten gibt es?

Es gibt mehrere Reduktionskostformen, dabei gilt die energiereduzierte Mischkost aus medizinischer Sicht als absoluter Favorit. Zu den Reduktionsdiäten zählen:

1. Energiereduzierte Mischkost. In Deutschland wird diese Art der Reduktionsdiät von den Berufsverbänden der Diätassistenten, Ernährungsmediziner und Ernährungswissenschaftler empfohlen. Ihnen gilt sie als ernährungsphysiologisch günstigste Form und hat die beste Aussicht auf   Langzeiterfolg.
2. KFZ-Diät (energiereduzierte Mischkost mit zeitlicher Trennung der Kohlenhydrat- und Fettzufuhr (kurz KFZ). Bei dieser Reduktionsdiät werden fetthaltige Lebensmittel nur abends und in begrenzter Menge gegessen. So soll die Lipolyse des Depotfetts angeregt werden.
3. Formula-Diäten. Mahlzeiten werden in Form von speziellen Milchshakes oder Suppen eingenommen. Die Energie- und Nährstoffgehalte dieser Milchhake- und Suppenpräparate sind per EU-Richtlinie (in Deutschland § 14a der Diätverordnung) geregelt. Die Präparate enthalten energiefreie  Quellstoffe, um den Magen zu füllen. Fachleute kritisieren an dieser Art der Reduktionsdiät, dass keine systematische Ernährungsumstellung eingeübt werden kann.
4. Extremdiäten. Das typisch einseitige Lebensmittelangebot solcher extremen Reduktionsdiäten (Crash Diäten wie die Ananas-Diät, Kohlsuppen-Diät etc.) dämpft nach kurzer Zeit den Appetit und führt so zu reduzierter Nahrungsaufnahme. Auf kurze Sicht sind solche Extremdiäten für gesunde Menschen zwar gesundheitlich unbedenklich, es drohen jedoch der Jojo-Effekt und längerfristig auch Mangelerscheinungen und Stoffwechselstörungen.
5. Heilfasten. Auch Fasten wird im Allgemeinen als Reduktionsdiät begriffen, dabei dienen die meisten Kuren nicht primär der Gewichtsreduktion, sie ist nur eine Begleiterscheinung.
 

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