Was sind Aminosäuren? Wirkung und Vorkommen

AMINOSÄUREN-Bausteine allen Lebens

Der Körper benötigt Aminosäuren, um körpereigenes Eiweiß (z. B. im Muskel) zu bilden.
Hierzu zählen außerdem sämtliche Körperzellen, auch Enzyme, Hormone, Hämoglobin etc., die der Organismus selbst herstellt.

In der Natur gibt es 20 verschiedene Aminosäuren. Sie liegen entweder in freier oder gebunden in Peptidform vor. Aminosäurepräparate gibt es flüssig, in Pulver-, Tabletten- und Kapselform. Sie werden in einem chemischen Prozess, der sogenannten Hydrolyse, im Labor aus einem Ausgangsprotein gewonnen. Die angestrebten Effekte einer Supplementierung sind hauptsächlich: eine anabole/antikatabole Wirkung bei einer Einnahme vor und nach einem Training aufgrund der schnellen Resorption eine erhöhte Wachstumshormonausschüttung durch die morgendliche Einnahme auf nüchternen Magen flüssige Aminos gelangen noch schneller in den Muskel als in der festen Form Die verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA) Die BCAA (Branched Chain Amino Acids) oder sogenannte verzweigtkettigen Aminosäuren bestehen aus den dreiessentiellen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin. Die wichtigen Funktionen der BCAA aus Sportlersicht sind: BCAAs werden nach dem Training als erste in die Muskelzellen aufgenommen. Der Körper benötigt sie, um während eines intensiven Trainings verloren gehende Aminosäuren Glutamin und Alanin wieder neu zu bilden und wirken so antikatabol. Ca. 35 % der Muskulatur bestehen aus BCAAs.

Sie sind außerdem maßgeblich am Energietransport zwischen Muskulatur und Leber beteiligt sowie für den Transport von Stickstoff zuständig. GLUTAMIN In den letzten Jahren hat sich das Supplementieren von Glutamin unter Leistungssportlern im Bodybuilding und Kraftsport stark verbreitet. Glutamin kann unter bestimmten Bedingungen (z. B. intensives Training, Krankheit, Stress) im Körper nicht ausreichend synthetisiert werden. Glutamin ist ein Nährstoff für alle sich schnell teilenden Zellen des Körpers (z. B. Immunzellen, Schleimhautzellen). Bei Krankheiten wird die Genesung durch Glutamin beschleunigt. Über 60 % aller freien Aminosäuren in der Muskelzelle bestehen aus Glutamin. Es regelt zusammen mit Taurin und Kalium den Flüssigkeitshaushalt in der Zelle. Bei hohen Glutaminkonzentrationen in der Zellflüssigkeit wird vermehrt Wasser in die Zellen gezogen (ähnlich wie bei Kreatin), wodurch ein optimales Milieu für Aufbauprozesse geschaffen wird. Glutamin kommt in fast allen Proteinen vor. Hohe Mengen an Glutamin sind in Weizenprotein (31 %) und Casein (24 %) zu finden.

Die Zufuhr mit normaler, gemischter Nahrung beträgt etwa 4-10 g täglich. Sportler haben bei intensivem, häufigem Training einen erhöhten Bedarf an Glutamin. Eine Supplementation ist daher bei einem wöchentlichen Trainingsumfang von mehr als 3-4 Stunden durchaus sinnvoll. Die Vorteile einer Glutaminsupplementation bei Sportlern sind: Förderung der Proteinsynthese in der Muskulatur Stärkung des Immunsystems erhöhte Glykogenspeicherung in der Muskulatur Steigerung der Wachstumshormonsekretion Beschleunigung der Regeneration Die Einnahme beim Kraftsportler sollte dabei 5-20 g täglich betragen, aufgeteilt auf mehrere Portionen. Günstig ist eine Dosis von 5-10 g direkt nach dem Training sowie 5-10 g direkt nach dem Erwachen früh morgens. Das Glutamin in Pulverform sollte direkt nach Auflösen in Flüssigkeit konsumiert werden, da es in freier Form rasch zerfällt. Praktisch für unterwegs sind z.B. die Amino Kapseln, die Aminotabletten oder direkt nach dem Aufstehen oder direkt nach dem Training die Amino Liquid. Die Aminosäure L-Carnitin, das „Fettzellentaxi“ Das in den meisten Fatburnern vorkommende Carnitin ist eine chemische Verbindung aus den beiden Aminosäuren Methionin und Lysin. Zur körpereigenen Synthese des Carnitins werden außerdem noch Eisen, Vitamin C, B6 sowie Niacin benötigt. Daher kann bei einem Eisenmangel die Carnitineigenproduktion beeinträchtigt sein, was zu einem Abfall der körperlichen und auch geistigen Leistungsfähigkeit führen kann. Die Substanz kommt in der Nahrung hauptsächlich in Fleisch und Krabben vor (carnis = lat. Fleisch). Gute Lieferanten sind rotes Fleisch, aber auch Hühnchen und Krabben.

Die durchschnittliche tägliche Zufuhr aus der Nahrung liegt bei ca. 30-50 mg. Carnitin nimmt im Körper eine Transportfunktion ein. Langkettige Fettsäuren werden in die Mitochondrien transportiert, da diese die Zellmembran der Muskeln und Mitochondrien nicht alleine durchdringen können. In den Mitochondrien werden die Fette dann zu Energie umgewandelt. Es gibt auch noch abseits der Fettverbrennungsthematik einige für den Sportler interessante Aspekte: verbesserter Leberstoffwechsel (Entgiftung) Stärkung des Immunsystems Verminderung von Muskelkater Antioxidative und gefäßerweiternde Wirkung Pufferungseffekt bei der Milchsäurebildung( Laktat) Die Einnahme von Carnitin kann jedoch auch zwischen den Mahlzeiten erfolgen. Die genannten Effekte sind bei einer Tagesdosis ab 3 g zu erwarten, wobei die Menge sinnvollerweise auf mehrere Einzelgaben aufgesplittet werden sollte (z. B. 3 x 1 g), da die Wirkung von Carnitin im Körper im Bereich von mehreren Stunden liegt.

L-Arginin: Potenzsteigerung und besserer Muskelpump Eine der wichtigsten Eigenschaften des L-Arginin ist es, dass es die Vorstufe des Neurotransmitters NO (Stickstoffmonoxid) ist. L-Arginin wird vom Körper in Citrullin und in NO umgewandelt. Das NO dringt in die Gefäßmuskelschichten und löst so im Herzmuskel sowie in den glatten Gefäßmuskeln eine Entspannung aus. Das L-Arginin verbessert über das Freisetzen von NO die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Blutgefäße, hemmt die Verklumpung bei Thrombozyten und senkt den Blutdruck. L-Arginin wird daher sehr oft in der Behandlug von Herz- und Gefäßerkrankungen angewendet.

L-Arginin bei Gefäßerkrankungen

Als Nebeneffekt wird bei der Anwendung von L-Arginin in der Therapie über eine gesteigerte Potenz und Libido berichtet. L-Arginin in hoher Dosierung von 5.000 mg am Tag hat sich als hocheffektiv bei Männern mit erektiler Dysfunktion herausgestellt.

 

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