Mineralstoff Magnesium Mangel vorbeugen

Was ist Magnesium?

Landläufig bekannt ist, dass ein Mangel am Mineralstoff Magnesium zu schmerzhaften Wadenkrämpfen führen kann. Doch Magnesium reguliert nicht nur die Muskelfunktion, es erfüllt im menschlichen Organismus viele weitere Aufgaben. Über 300 enzymgesteuerte biochemische Prozesse im Körper benötigen den essentiellen Nährstoff Magnesium.

Ohne Magnesium könnten auch Pflanzen keine Photosynthese durchführen. Als essentieller „Betriebsstoff“, der aus dem Boden gewonnen wird, enthalten Blätter oder Samen meist einen entsprechend hohen Magnesiumanteil. Mensch, Tier und Pflanze benötigen den Mineralstoff gleichermaßen dringend.
In der Natur kommt Magnesium stets in Verbindung vor – überwiegend als wasserlösliches Magnesium-Salz.

Magnesium-Mangel und die Folgen

Weil Magnesium an so vielen biochemischen Prozessen im menschlichen (oder tierischen) Körper beteiligt ist, lassen sich Mangelsymptome oft nicht eindeutig oder rechtzeitig zuordnen und beheben.
Bekannt ist, dass Magnesium-Mangel zu Wadenkrämpfen führt – besonders lästig beim Sport oder auch schlafraubend nachts. Auch bestimmte Menstruationsbeschwerden gehen auf Krämpfe zurück. Gefäße, Knochen, Nerven, der Stoffwechsel insgesamt reagieren auf und mit Magnesium.

Weitere mögliche Symptome eines Magnesium-Mangels sind beispielsweise:

- Psychische Unausgeglichenheit, Konzentrationsschwäche, Schwindelgefühle, Nervosität oder Angstzustände
- Erschöpfung, Schlafstörungen und Energie-Mangel
- Kopfschmerzen – hier vor allem Migräne
- Viele Arten von Muskelverspannungen und entsprechende Rückenschmerzen
- Tinnitus
- Chronisch kalte Hände und Füße
- Empfindungsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit in Armen und Beinen
- Herzfunktionsstörungen: Engegefühle, verengte Herzkranzgefäße
- Magen-Darm-Probleme verschiedenster Art
- PMS und Menstruations-Störungen
- Probleme während der Schwangerschaft: Eklampsie, Wassereinlagerungen, Bluthochdruck.
- Bei Asthmatikern und Allergikern verstärkte Symptome und Anfälle

Ein ausgesprochener Magnesiummangel kann nur durch eine Blutuntersuchung im Labor ermittelt und dann gezielt behoben werden. Treten die genannten Probleme im Einzelnen auf, lässt sich mit magnesium-reicher Nahrung oder einer Nahrungsergänzung oft sehr schnell eine Besserung erzielen. Bei schweren Symptomen ist jedoch stets der Arzt zu Rate zu ziehen, denn die Ursachen können sehr viel schwerwiegender sein.

Vermutlich spielt Magnesium-Mangel auch eine Rolle bei diversen neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer. Elastische funktionsfähige Blutgefäße, Gesundheit und Beweglichkeit der Gelenke auch in höherem Alter, eine vernünftige Gewichtsabnahme bei einer Diät – all dies scheint im Zusammenhang mit einer ausreichenden Magnesiumversorgung zu stehen.

Magnesium ausreichend zuführen

Je älter der Mensch wird, umso weniger effektiv kann er seine Nahrung auswerten. Eine bewusste, gezielt nährstoffreiche Ernährung oder auch gute Nahrungsergänzungsmittel gewinnen an Bedeutung. Das gilt auch für Mineralstoffe wie Magnesium. Der offizielle Magnesiumbedarf eines Erwachsenen liegt bei etwa 400 Milligramm pro Tag. Bis zu 900 Milligramm können angebracht sein, wenn in den Zellen bereits Magnesium-Mangel vorliegt, dieser im Blutserum aber noch nicht erkennbar ist. Der jeweilige Bedarf kann je nach Alter und Lebenssituation variieren.

Leckere Bestandteile einer gesunden Ernährung lassen einen Mangel gar nicht erst aufkommen. Müsli oder Gebäck mit Amarant, Dinkel oder Quinoa, Kürbiskerne, gute Trinkschokolade, Sesam, Mohn, Hülsenfrüchte, Mandeln oder Cashewkerne,  Mangold oder Brennnessel als Gemüse, Bananen sind allesamt hervorragende Magnesium-Lieferanten, die obendrein den Speisezettel bunt bereichern.

Wer sich für eine Nahrungsergänzung mit Magnesium entscheidet, sollte wissen, dass der Organismus nur jeweils eine kleine Zufuhr, nicht den gesamten Tagesbedarf bei einer einzigen Einnahme optimal verwerten kann. Mehrere kleine Gaben über den Tag verteilt sind daher wesentlich effektiver.

 

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