Eisen ein lebensnotwendiges Spurenelement?

Was ist Eisen?

Der Blutfarbstoff Hämoglobin enthält Eisen. An die Eisenmoleküle bindet sich der Sauerstoff, der dann über den Blutkreislauf aus der Lunge in alle Körperregionen geleitet wird.
Eisen erfüllt aber noch eine ganze Anzahl weiterer Aufgaben im Organismus. Als essentielles Spurenelement muss es unbedingt in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden.

Die Folgen von Eisenmangel

Eisenmangel hat weitreichende Folgen, die oft nicht richtig zugeordnet werden können. Dazu gehören beispielsweise das Chronische Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome), Restless-Legs-Syndrom oder RLS, Depressionen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen.
Die klassischen Eisenmangel-Symptome sind Herzrasen, Atemnot oder Atemlosigkeit bei geringfügiger Anstrengung, Frösteln auch in warmer Umgebung, Engegefühle, Muskelschwund, Appetitmangel oder umgekehrt, seltsame Ess-Gelüste, typisch eingerissene, wunde Mundwinkel, Haarausfall, brüchige Haare und Nägel, immer wiederkehrende Erkältungen.

Blutarmut oder Anämie sowie Muskelschwund


Akuter Eisenmangel kann auch durch Blutverlust, etwa bei Magen-Darm-Erkrankungen oder bei Frauen mit extrem heftiger Menstruation auftreten.
Treten die beschriebenen Symptome einzeln oder in Kombination auf, kann der Arzt nicht nur Ursachenforschung betreiben, sondern auch durch ein hochdosiertes Eisenpräparat sehr schnell eine Veränderung zum Positiven bewirken.

Eisenversorgung in der Schwangerschaft

Werdende Mütter wissen es: Für die Gehirn-Entwicklung des Fetus ist eine ausreichende Eisenversorgung unabdingbar. Auch bei Neugeborenen und Kindern sollte über die Nahrung immer noch eine Extraportion Eisen zugeführt werden.
Sämtliche kognitiven Leistungen, wie Lernfähigkeit, Merk- und Konzentrationsvermögen sind mit Eisen positiv zu beeinflussen.

Eisen und das Nervensystem

Wichtig ist das Spurenelement auch für die Zusammenarbeit von Neurotransmittern und Nervenzellen: Einer der wichtigsten Neurotransmitter ist Dopamin – auch häufig als „Glückshormon“ bezeichnet. Schlafrhythmus, Stimmung, Vitalität, motorische und kognitive Fähigkeiten: Das Enzym, mit dessen Hilfe im Gehirn Dopamin produziert wird, kann ohne Eisen jedoch nicht aktiv werden. Dopaminmangel tritt auf, die Lebensqualität leidet und sogar schwerwiegende Störungen können entstehen.

Die natürliche Eisenzufuhr

In der Schwangerschaft und bei Kindern machen Eisenpräparate als Nahrungsergänzung Sinn, ebenso immer dann, wenn typische Mangelsymptome auftreten.
Damit die körpereigenen Eisendepots gar nicht erst „leerlaufen“, empfiehlt sich eisen-haltige Kost. Die Auswahl ist groß.
Nüsse, Fleisch, vorzugsweise Leber, und Fisch enthalten ebenso Eisen wie Hirse, Quinoa oder Hafer. Vollkorn- und Schwarzbrot, vorzugsweise mit Sauerteig gebacken, enthalten ebenfalls Eisen.
Leckere Gemüse und Salate lassen sich aus Hülsenfrüchten, Petersilie, Schwarzwurzel, Fenchel, Wildkräutern wie Brennnessel oder Löwenzahn, Brunnenkresse, Sonnenblumenkerne, Pistazien, schwarzen Johannisbeeren – um nur einige Beispiele zu nennen.
Häufig signalisiert der Körper auch, was benötigt wird.
Die Eisenaufnahme kann durch bestimmte Nahrungsmittel auch gebremst oder vollständig blockiert werden. Schwarztee oder Kaffee etwa enthalten Tannine, die die Resorption von Eisen durch die Darmschleimhaut erschwert. Schokolade, Knoblauch, Zwiebeln, Rotwein und sogar Joghurt haben ähnliche Wirkung – am besten eisenhaltige Nahrungsmittel nicht mit den genannten zusammen zu sich nehmen.
Umgekehrt lässt sich mit der gleichzeitigen Gabe von Vitamin C die Eisenaufnahme verbessern. Frische Säfte und Salate sind also optimale Vitamin- und Eisenspender.

Dem Schüssler Salz Nr. 3, Ferrum Phosphoricum, wird eine Verbesserung der Eisenaufnahme aus der Nahrung und eine verbesserte Verwertung des Spurenelements zugeschrieben. Ebenso lässt sich die Eisenzufuhr optimieren, wenn reichlich Kräuter und Gewürze in der Nahrung den Fluss der Verdauungssäfte anregen.

 

 

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