Arginin - Eine Aminosäure im Fokus der Wissenschaft

Was ist L-Arginin?

L-Arginin, häufig einfach Arginin genannt, ist eine Aminosäure und damit ein wichtiger Bestandteil von Eiweiß. Die Aminosäure soll das Immunsystem und die Leistungsfähigkeit - im Sport und im Bett - pushen. Insgesamt gibt es 21 Aminosäuren, nur 12 davon kann der Körper selbst herstellen, allerdings nicht in ausreichender Menge. L-Arginin gehört dazu, daher wird es auch als semi-essentielle Aminosäure bezeichnet. Für eine optimale Versorgung muss täglich Arginin über die Nahrung zugeführt werden. Das funktioniert am besten über Kerne, Keime und Nüsse. Auch Fleisch und Fisch finden sich in den Top 10 in Sachen Arginin-Gehalt. Doch diese argininhaltigen Lebensmittel stehen nicht bei allen regelmäßig in ausreichender Menge auf dem Speiseplan. Um die tägliche Einnahmemenge sicherzustellen, bieten sich nahrungsergänzende Präparate in Form von Kapseln oder Pulver an.

So wirkt L-Arginin im Körper

In L-Arginin steckt jede Menge Stickstoff. In Verbindung mit Sauerstoff wandelt der Körper den Stoff in Stickstoffmonoxid (NO) um. Stickstoffmonoxid ist ein Neurotransmitter, also ein Botenstoff, der einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System hat. Der Botenstoff wandert in die Gefäßmuskulatur und sorgt dort für Entspannung, dadurch erweitern sich die Gefäße und die Durchblutung wird verbessert. Zudem steigert Arginin auch die Produktion von weißen Blutkörperchen und kurbelt so das Immunsystem an. Auch die Fettverbrennung und der Eiweißstoffwechsel werden dank der Aminosäure angeregt. Die gefäßerweiternde Wirkung kann bei Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen wie Arterienverkalkung (Arteriosklerose), bei Tinnitus, Diabetes, einem erhöhtem Cholesterinspiegel und bei Nierenfunktionsstörungen helfen. Doch am bekanntesten ist L-Arginin als potenzsteigerndes Mittel.

L-Arginin als natürliches Mittel bei Erektionsstörungen

Weil L-Arginin eine gefäßaktive Aminosäure ist, die im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt wird, führt sie zu einer verbesserten Blutzirkulation. Das macht sich auch an der Erektion bemerkbar. Sie ist stärker ausgeprägt und hält länger. Verschreibungspflichtige PDE5-Hemmer wie Cialis oder Viagra funktionieren nach exakt dem gleichen Prinzip, auch sie arbeiten über die vermehrte Bereitstellung von NO. Die Verwendung von L-Arginin zur Potenzsteigerung folgt also rationalen, biochemischen Gründen. Damit das natürliche Mittel bei Erektionsstörungen wirkt, kommt es auf eine ausreichend hohe Dosierung an. Mediziner empfehlen eine Dosierungen von bis zu 10 g/Tag. Höhere Mengen können zu Verdauungsproblemen führen, Nebenwirkungen von L-Arginin sind allerdings keine bekannt. Wichtig zu beachten ist jedoch, dass die Aminosäure kontinuierlich und nicht nur bei Bedarf eingenommen werden muss. Auch als unterstützendes Mittel in Kombination mit einem verschreibungspflichtigen PDE5-Hemmer macht L-Arginin Sinn. Beide Mittel dienen dem verstärkten Einströmen von Blut in den Penis. Insbesondere Patienten, die dosisabhängige Nebenwirkungen bei der Einnahme von PDE5-Hemmern erleiden (besonders die peinliche Gesichtsröte, auch Flush genannt), profitieren von L-Arginin. Denn durch die Einnahme der Aminosäure lässt sich die Dosis des PDE5-Hemmers und damit seine Nebenwirkungen reduzieren.

 

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