Spirulina

Spirulina-Bakterien

Spirulina-Bakterien sind längliche „Filamente“, fadenförmige Protein-Strukturen von mikroskopischer Kleinheit, also mit einer Länge und einem Durchmesser im Mikrometerbereich (Angaben erfolgen mit der Abkürzung μm).
Spirulina wird schon seit sehr alter Zeit als Nahrungsmittel genutzt, etwa in Afrika oder im vorspanischen Mexiko. Sie gedeiht in stark alkalischen, salzigen und flachen Gewässern, vor allem in warmen Regionen. Heute existieren in Lateinamerika, Südost- und Ostasien, Afrika und Australien blühende Spirulina-Farmen. Die Qualität der Produktion ist stark abhängig von der Sauberkeit der Gewässer und deren Nährstoffgehalt.

Nährstoffe in der Spirulina

Spirulina enthält alle essentiellen Aminosäuren, Vitamine des B-Komplexes sowie die Vitamine A und E, dazu Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalzium. Während die Bakterienkulturen in alter Zeit schlicht den Speisezettel ergänzten, werden sie heute zu kommerziellen Zwecken kultiviert. Als Pulver zum Mischen von trendigen grünen Smoothies und als Bestandteil vieler Bio-Nahrungsmittel sind sie bereits gut bekannt. Sie finden aber auch als Katalysator für verschiedene biologische Produktionsprozesse Verwendung oder wandern als preiswerte pflanzliche Proteinquelle in Katzen- und Fischfutter.
Nach einer Bewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit darf Spirulina aktuell nicht mehr uneingeschränkt als Nährstoff- und Vitaminquelle beworben werden. Der Hauptgrund: Die
B-Vitamine aus der Spirulina-Alge sind für den menschlichen Organismus kaum verwertbar. Negativ wirkte sich auch aus, dass im Zuge des anhaltenden Trends zum Superfood einige Unternehmen den Nährstoffgehalt von Spirulina-Produkten chemisch anreicherten – synthetische und biologische Biokomplexe entwickeln jedoch häufig gegenseitige Unverträglichkeiten.

Positive Wirkung

Trotz vieler kritischer Stimmen hat Spirulina sehr gesundheitsförderliche Eigenschaften: Die regelmäßige Einnahme moduliert das Immunsystem, stärkt die Abwehrkräfte, ist stark basisch und reguliert daher den Säure-Basenhaushalt des Organismus. Obendrein fördert Spirulina die Blutbildung und lässt sogar Symptome einer Anämie in relativ kurzer Zeit abklingen. Alternativ-Mediziner bestätigen die positive Wirkung bei Stoffwechselerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Problemen.
Seriös nachgewiesen ist die positive Wirkung von Spirulina bei Allergien – hier hemmt es die Bildung von Histamin, der allergie-auslösenden Substanz aus Mastzellen, und dämpft damit die Überreaktion des Immunsystems.
Wer Spirulina selbst ausprobieren möchte, sollte auf eine bio-zertifizierte Herkunft und auf die Inhaltsstoffe des gewählten Produktes achten.

 

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